Neides

Neides / Niedysz (1840- ca. 1928)

Ferdinand Ludwig Elbe (mein Urururgroßvater) kaufte in der zweiten Jahreshälfte 1840 die Güter Karnitz, Nitznow, Gützelfitz und Neides vom Kaufmann Wietzlow zu Stettin.

Zwischen 1905 und 1928 wurde das Rittergut Neides an Walter Rackow verkauft.


Größe des Rittergutes Neides 1905:

Insgesamt 548 ha (davon 257 ha Acker, 45 ha Wiesen, 19 ha Weiden und 226 ha Holzungen)

Auf Neides wurden zu dieser Zeit 22 Pferde, 78 Rinder, 1000 Schafe und 95 Schweine gehalten und eine Ziegelei betrieben. Besitzer war zu diesem Zeitpunkt Georg Oskar von Elbe (mein Urgroßvater)


Das Neideser Herrenhaus war ein „zweigeschossiger Putzbau rechteckigen Grundrisses“, dessen Mörtelbelag an einigen Stellen große Lücken aufwies, sodass „man den mittelalterlichen Verband der Ziegel“ erkennen konnte.

In dem herrschaftlichen Gebäude gab es ein „Ölgemälde auf Holz“, das einer neueren Tür in der Diele als Füllung diente. Bei der Darstellung auf dem Bild handelte es sich um das ehemalige „Feste Haus Neides“. Dieses hatte, soweit erkennbar, folgendes Aussehen: zwei nebeneinander stehende Risalite (je Exemplar: zweigeschossig, drei Achsen, dreiecksübergiebelt), dahinter der Hauskörper (zweigeschossig, die rechte Außenkante der Risalite – vom Vorplatz aus gesehen – um eine Achse überschreitend), zur rechten Hand desselben ein großer und kleiner Turm und angrenzend ein Wassergraben mit Brücke. Letztere lassen vermuten, dass es sich bei dem „Festen Haus“ um ein sogenanntes Wasserschloss handelte. (Quelle: Neides – Gutslandschaft Pommern – Pommerscher Greif e.V. (gutslandschaft-pommern.de)

Quelle: „altes Gemälde des früheren Schlosses“, aus: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Stettin, hrsg. im Auftrage der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde von Hugo Lemcke, Heft XI. Kreis Greifenberg, Stettin 1915, S. 147, Fig. 98

Bilder von meinem Besuch im Jahr 2018

Karte mit den alten Gutsanlagen