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Melitta Doris Thiele Melitta Doris Thiele aus Arnstadt schrieb am September 20, 2022 um 10:35 p.m.
Sehr geehrter Herr von Elbe, heute entdeckte ich im Zuge meiner Nachforschungen zur Historie meiner Familie das Gästebuch Ihrer Familie und diverse Fotos des von Elbeschen Anwesens. In meinem Besitz befindet sich ein Foto, das meinen Großvater, Otto Heuer, vor der Gärtnerei in Morgow zeigt. Er war als Gärtnermeister und, soweit ich weiß, auch als Prokurist auf dem Gut tätig. Vor einigen Jahren besuchte ich gemeinsam mit meinem Cousin, Klaus Heuer, u.a. die Dörfer Mühlhäge, Morgow, Kummin, in denen meine Familie bis zur Vertreibung beheimatet gewesen ist. Gerade ist meine 85jährige Schwester bei mir zu Besuch, deren genaue Beschreibung der Ereignisse rund um die Flucht für mich von unschätzbarem Wert mit Blick auf meine familiäre Identität ist. Ich selbst bin erst nach dem Krieg in Usedom geboren, wo meine Mutter mit meinen älteren Geschwistern und ihren Eltern, Otto und Martha Heuer, als Vertriebene gelandet ist. Von meiner Reise in die Heimat meiner Familie habe ich Fotos aus der Jetztzeit mitgebracht, die mein spährliches historisches Material ergänzen. Mit besten Grüßen Melitta Doris Thiele, Enkelin von Otto Heuer.
Administrator-Antwort:
Sehr geehrte Frau Thiele, ich habe mich sehr über Ihren Eintrag in meinem Gästebuch gefreut! Ich hatte vor 12 Jahren bereits mit Ihrem Cousin, Klaus Heuer, Kontakt. Er sendete mir eine Kopie der Aufzeichnungen Ihres Onkels, Bruno Heuer zur privaten Verwendung. Darin befand sich auch das Foto Ihres Großvaters vor der Gärtnerei auf Morgow. Sehr interessieren würden mich tatsächlich die Erinnerungen Ihrer Schwester. Weiß Sie zufällig etwas über die Fluchtumstände meines Großonkels Julius von Elbe? Julius hat sich nämlich nicht dem großen Karnitzer Gutstreck meiner Großmutter anschließen wollen. Er blieb erst auf Morgow, bevor er von den Russen dort vertrieben wurde. Eine Bibel mit handschriftlichen Notizen meiner Großtante Wanda von Elbe deutet ein dramatisches Hin- und Herflüchten zwischen den umliegenden Dörfern an. Ich weiß nicht genau, ob die beiden nur Monate oder noch Jahre in Cammin verbracht haben. Viele Grüße Götz von Elbe
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