Dorf

(eine Postkarte aus dem Jahre 1903, vielen Dank Jacek Kuczkowski)


Karnitz liegt im NO des Kreises Greifenberg, 7 km von der Ostsee und 13 km westlich von der Stadt Treptow, entfernt. Die Gründung des Ortes reicht in die vorgeschichtliche Zeit zurück. Erste schriftliche Erwähnung findet der Ort bei der Gründung des Klosters Belbuck, als es 1180 unter den Schenkungsdörfern aufgeführt wird. Bis 1798 ist der Ort eng mit dem Geschlecht der von Karnitz verbunden. Zum Karnitzer Besitztum gehörten damals bis zu 13 Dörfer im Umland und man sprach von der Grafschaft Karnitz.

1939 hat Karnitz 121 Haushaltungen und 477 Einwohner.

Im Dorf sind ein Groß- und ein Kleinbahnhof, eine Mühle, eine Poststelle, eine Niederlassung des Ein- und Verkaufsvereins, eine Sparkasse, zwei Kaufleute, ein Gastwirt, ein Schneider, zwei Schneiderinnen, ein Schuster, ein Tischler, ein Bäcker und 28 Gutsdeputanten.


Luftbild von Karnitz vor 1945


Gasthaus Hass, dass zugleich eine Kolonialwarenhandlung beherbergte. Rechts der für große Feiern sehr schöne Festsaal des Gasthauses

ehemaliges Gasthaus ist heute Gemeindehaus in Karnice, Fotos aus 2022 von Jacek Kuczkowski


Karnitz war mit dem Bau der Reichsbahn von Treptow nach Cammin 1905 zum Kreuzungspunkt mit der Greifenberger Kleinbahn geworden. Dadurch erhielt der Ort eine örtlich zentrale Bedeutung. Es wurde hier eine Niederlassung des landwirtschaftlichen Ein- und Verkauf-Vereins eröffnet und eine Nebenstelle der Sparkasse eingerichtet.

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