Die Geschichte der in Elbischem Besitz befindlichen pommerschen Rittergüter begann im Jahre 1776. (vorweg gesagt endete sie mit dem 2. Weltkrieg im Jahre 1945 per Flucht)

Zu diesem Zeitpunkt durfte Franz Ernst Elbe, bereits Besitzer des Gutes Hoff, infolge seiner Hochzeit mit der Tochter des Landrats von Lepel a. d. H. Chinnow, das Rittergut Morgow (etwa 2900 Morgen gross) kaufen.

Damals hielt Friedrich der Grosse streng darauf, dem Adel den Besitz der Rittergueter zu erhalten. Daher heisst es in ueberlieferten Briefen, dass das Gut Hoff mit koeniglichem Allerhoechsten Consens gekauft, auch diese koenigliche Genehmigung zur Uebertragung von Morgow durch Franz Elbe eine sehr bedeutsame Angelegenheit...”, sie hat der ganzen Familie grossen Segen gebracht. “... denn nun konnten Franz Ernst und Dorothea Luise durch selbsteigene Betriebsamkeit und sparsame Wirtschaft ein nicht unbetraechtliches Vermoegen erwerben, sodass sie jeden ihrer vier Soehne, welche gleiche Neigung zur Landwirtschaft bezeigen, ein Kapital von 20.000 Thaler zum Gutsankauf ausgesetzt.

Die genannten 4 Soehne gruendeten 4 Linien, von denen heute nur noch 2 existieren.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich also folgende Güter im Besitz der Familie Elbe:
Hoff, Moitzow, Morgow mit Muehlhaege und Rottnow

Der 4. Sohn, Ferdinand Ludwig Elbe (mein UrUrUrgrossvater), verkaufte Rottnow und kaufte dann die Rittergueter:
Dresow, Pustchow, Carnitz, Neides, Nitznow, Guetzelfitz, Moitzow und Gedde.

Die letzte Elbische Gutsherrin, Ruth Veronika von Elbe-Carnitz, geb. von Reichel (meine Grossmutter), war bis zum Jahre 1945 noch im Besitz von Carnitz, Neides und Nitznow. Sie verstarb am 28.08.2002 in Wennigsen bei Hannover.

Das Gut Morgow mit Muehlhaege war ebenso bis 1945 im Besitz von Julius von Elbe-Morgow, der zusammen mit seiner Frau Wanda, nach dem Einmarsch der russischen Truppen, nach einigen Monaten Richtung Westen vertrieben wurde. Beide kamen, wie schon vorher meine Großmutter, unversehrt auf Gut Lehmkuhlen bei Preetz an und verbrachten dort ihren Lebensabend.